Das Kernproblem sofort erkannt

Viele Agenturen schießen sofort los, ohne den Text erst in die Landessprache zu holen. Das Ergebnis? Versprechen, die im Original glänzen, im Deutschen aber klingen wie ein schlechter Witz. Und das kostet nicht nur Klicks, sondern das Markenvertrauen.

Warum die Reihenfolge entscheidend ist

Erst übersetzen, dann prüfen – das ist kein Nice-to-have, das ist Pflicht. Beim Übersetzen wird jede Nuance, jedes Wortspiel sichtbar. Erst danach kann man prüfen, ob das Versprechen überhaupt noch haltbar ist. Ohne diesen Zwischenschritt bleibt man im Blindflug.

Der Prüf-Prozess im Detail

Schritt 1: Kontext erfassen. Wer ist die Zielgruppe? Welche kulturellen Tabus gibt es? Schritt 2: Übersetzung anfertigen – nicht per Google-Translate, sondern von einem Profi, der die Branche kennt. Schritt 3: Das Versprechen gegen rechtliche Vorgaben testen. Und Schritt 4: Den finalen Text auf Wirkung prüfen.

Beispiel aus der Praxis

Ein Online-Casino versprach „Gewinne ohne Risiko”. Im Englischen klingt das verlockend, im Deutschen klingt es schnell nach irreführender Werbung. Werbeversprechen erst übersetzen, dann prüfen hätte hier sofort Klarheit geschaffen.

Gefahren, die man ignoriert

Wenn man überspringt, lauert das Risiko von Abmahnungen. Und die Folge: Geldbußen, Rechtsstreit, Rufschädigung. Auch die Conversion-Rate leidet, weil Kunden das Versprechen nicht verstehen oder es als unglaubwürdig empfinden.

Tools und Techniken, die helfen

Ein gutes CAT-Tool, ein Glossar mit branchenspezifischen Begriffen und ein Check-List-Template für rechtliche Vorgaben – das sind die Grundpfeiler. Und ein schneller Blick von einem Kollegen, der das Deutsche lebt, spart später Kopfschmerzen.

Der schnelle Fix für den Alltag

Hier ist der Deal: Immer sofort nach dem ersten Entwurf die Übersetzung anfordern. Dann sofort die rechtliche Prüfung starten. Keine Ausreden, kein Aufschub. Und wenn das Versprechen nicht passt, gleich umformulieren. Keine halben Sachen.